Pagina:Labi 1996.djvu/54

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Für die österreichische Situation ergibt sich daher der vielleicht überraschende, zumindest aber auffällige Befund, dass gerade diejenigen Interpretationslinien, die wohl am wenigsten überzeugen - nämlich die an politischen oder an ethnischen Einheiten orientierten -, am häufigsten versucht wurden, während die spezifisch alpinen Bedingungen und Besonderheiten, die - da sie vielunmittelbarer auf das Leben der Menschen einwirkten - schlüssigere Erklärungen bieten könnten, bislang nur ansatzweise und unzureichend berücksichtigt wurden. In dieser Hinsicht eröffnet sich der Wirtschafts- und Sozialgeschichte ein Gebiet, auf dem es noch viel - um nicht zu sagen, alles - zu tun gibt.


Anmerkungen

1 Ferdinand Tremel, Wirtschafts- und Sozialgeschichte Österreichs. Von den Anfängen bis 1955, Wien 1969.

2 Ernst Bruckmüller, "Sozialgeschichte Österreichs", Wien, München 1985, S. 44.

3 Ebenda, S. 287.

4 Ebenda, S. 382.

5 Bislang sind vom Verlag GFW (Gesellschaft für Wirtschaftsdokumentationen GmbH) in Wien zwischen 1988 und 1994 insgesamt 10 Bände herausgegeben worden.

6 Hermann Wopfner, "Entstehung und Wesen des tirolischen Volkstums. Bäuerliche Siedlung und Wirtschaft" (Tiroler Wirtschaftsstudien 46), Innsbruck 1994, S. 16.

7 Adolf Günther, "Die alpenländische Gesellschaft als sozialer und politischer, wirtschaftlicher und kultureller Lebenskreis", Jena 1930.

8 Ebenda, S. 77, 78 f.

9 Paul Guichonnet, "Histoire et civilisations des Alpes", 2 Bde., Toulouse, Lausanne. 1980.


MATHIS: DIE ERFORSCHUNG DES ALPENRAUMES IN DER ÖSTERREICHISCHEN HISTORIOGRAPHIE 67