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DER WILLE


UND SEINE PHYSISCHE GRUNDLEGUNG



Im dem von mir verbesserten Schema aller reinen Wissenschaften, dessen Grundlage wir Auguste Comte verdanken, besteht bekanntlich die Beziehung, dass die Begriffe aller früheren oder allgemeineren Wissenschaften in den späteren oder spezielleren regelmässige und systematische Anwendung finden, während in diesen jeweils neue Begriffe auftreten. Hieraus folgt, dass durch diese Anwendung auch eine innere Systematik aller solcher höheren Wissenschaften entstehen muss, indem die einzelnen Begriffe der unteren Wissenschaften zur Determination der neuen Begriffe benutzt werden können und müssen, die erst mit den in den höheren Gebiet[l]en auftreten. So gibt es z. B. eine Logik, Mathematik und Geometrie der Chemie, nicht aber eine Chemie der Mathematik oder eine Biologie der Physik, denn die Chemie ist gegenüber der Mathematik und die Biologie gegenüber der Physik eine höhere Wissenschaft und ihre spezifischen Begriffe kommen daher bei den niederen überhaupt nicht zur Anwendung.

Fragt man nun nach der Beziehung, welche der Energiebegriff gegenüber den anderen reinen Wissenschaften hat, so erkennt man, dass er zunächst als spezifisch im Bereich der physischen Wissenschaften auftritt. Daher findet er keine Anwendung auf die allgemeineren oder Ordnungswissenschaften, wohl aber dient er als determinierender Hilfsbegriff für alle Wissenschaften vom Leben, von der Physiologie bis zur Soziologie oder Kulturologie. Zur Erleichterung der Uebersicht